Microsoft plant viertes Rechenzentrum im Rheinischen Revier
Der US-amerikanische Softwarekonzern Microsoft plant in Grevenbroich einen weiteren Standort seines Cloud- und KI-Clusters im Rheinischen Revier. Das Tech-Unternehmen hat dafür einen Kaufvertrag für eine Fläche unterzeichnet, auf der das nun vierte Großrechenzentrum in der Region entstehen soll. Bei planmäßigem Verlauf startet der Betrieb in den frühen 2030er-Jahren.

Microsoft misst NRW innerhalb seines bundesweiten Ausbaus von Cloud- und KI-Kapazitäten strategische Bedeutung bei. Die vier Großrechenzentren in Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Grevenbroich sollen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen nicht nur in NRW, sondern bundesweit für datenintensive Anwendungen zur Verfügung stehen. Beim Betrieb setzt Microsoft auf ein nachhaltiges Kühlkonzept ohne Wasserverdunstung. Das Wasser zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf, sodass nach der Erstbefüllung nahezu kein Kühlwasser nachgefüllt werden muss.
Der Ausbau des Rechenzentrumsclusters unterstützt den Strukturwandel im Rheinischen Revier, das seine industrielle und energiewirtschaftliche Basis zunehmend um digitale Infrastruktur ergänzt. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst beschreibt die Entwicklung der Region als Weg „von der Kohle zur KI“. Mit den Microsoft-Rechenzentren beginne im Rheinischen Revier „die neue digitale Zeitrechnung“, verbunden mit neuen Perspektiven für Innovation, Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung.