20.05.2026
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NRW-Technologie öffnet neues Fenster ins Weltall

Ein Stück Hightech aus NRW blickt Milliarden Jahre zurück: In der chilenischen Atacama-Wüste wurde das Fred Young Submillimeter Telescope (FYST) mit Technik vom Niederrhein eingeweiht. Die Teleskopstruktur stammt von CPI Vertex Antennentechnik aus Duisburg, die Stahlarbeiten wurden vom Maschinenbauunternehmen Wessel aus Xanten durchgeführt. In Xanten testeten die beiden NRW-Unternehmen die 250 Tonnen schwere Konstruktion.

© Universität zu Köln, Niclas Carl

Ein Frachtschiff brachte das Teleskop in sechs Einzelteilen vom Hafen in Wesel nach Chile. Nach einer insgesamt 11.000 Kilometer langen Reise erfolgte die Montage auf dem Gipfel des 5.640 Meter hohen Cerro Chajnantor.

Das FYST arbeitet im Submillimeterbereich des Lichts und soll den Himmel großflächig kartieren. Mit dem Instrument wollen Forschende untersuchen, wie Sterne und Galaxien entstehen und welche Prozesse kurz nach dem Urknall abliefen. Das gemessene Licht war teilweise Milliarden Jahre unterwegs und ermöglicht dadurch einen Blick in die frühe Geschichte des Universums. Die ersten Messungen sind für diesen Sommer geplant.

Am FYST-Projekt des internationalen CCAT Observatory Konsortium sind neben US-amerikanischen und kanadischen Institutionen auch die Universität zu Köln und die Universität Bonn beteiligt. Das Projekt unterstreicht damit die internationale Bedeutung von Wissenschaft und Technik aus NRW: „Dass Forschende der Universität zu Köln an der Entstehung eines so hochkarätigen neuen Radioteleskops mitgewirkt haben, zeigt, dass sich unsere Forschung in diesem Bereich auf Spitzenniveau bewegt“, sagt Professor Dr. Joybrato Mukherjee, Rektor der Universität zu Köln.

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